Zwei “merkwürdige” Ansätze für ein neues Buch. Einmal in punkto Umfang:
>>…daß er einem schmalen Büchlein [...] den Vorzug vor einem dicken Band gab, weil der Reiz eines Schriftwerks, das man bequem in einer Hosen- oder Jackettasche unterbringen, zwischen zwei Fingern transportieren, sich damit Luft zufächeln, leichthändig ein Insekt verscheuchen und es eben immer bei sich haben konnte, weil dieser Reiz unschlagbar war.
Auch tendierte ein dünnes Buch dazu, einem Leser Dinge zu ersparen, auf die ein Leser gerne verzichten konnte. Der Nachteil manchen guten und auch sehr guten Buches lag einfach darin, daß es zu dick war. Und daß die Dicke allein dadurch begründet war, daß der Autor lieber ein dickes als ein dünnes Buch von sich in den Händen hielt. Während ihm fremde Bücher nicht dünn genug sein konnten.<<
(schreibt Heinrich Steinfest in seinem 603 Seiten starken Roman “Ein dickes Fell”)
Was mein Thema Trommelvisiualisierung betrifft, habe ich zu den rechnerbasierten VJ-Programmen und der klassischen Lichtorgel jetzt noch folgende Alternative entdeckt.
Geräte, die den Audio Input in bewegtes Bild verwandeln:
- Atari Video Music System C-240. Anschaffung leider unrealistisch… [visuelle Kostprobe, schade dass das Musikvideo von Devo "The Day My Baby Gave Me a Surprise" gerade nicht im Netz zu finden ist.]
Um den Bezug zur Zeit kommt wohl keiner herum. Alles was wir tun, passiert auf einer fortschreitenden und irreversiblen Zeitachse.
Jeder hat eine persönliche “innere Uhr”, ein eigenes Zeitgefühl. Und das ist gut so. Diesbezüglich gibt es weder richtig, noch falsch.
Nun hat der organisierte Mensch aber auch die Zeit vermessen und sich durch Kalenderdatum und Uhrzeit eine eindeutige Zeitangabe geschaffen. Plötzlich gibt es einen “richtigen Zeitpunkt”, bzw. das zu früh oder zu spät Kommen.
Das Online-Wörterbuch übersetzt mir “Timing” u.a. mit Zeiteinteilung – Zeitvorgabe – Einstellung. Für uns Klang-und Rhythmusschaffende ist wohl in erster Linie gemeint, seinen musikalischen Beitrag zum “richtigen Zeitpunkt” zu spielen. Dieser hat zunächst keinen eindeutig definierten Platz (ist quasi Einstellungssache), entsteht aber spätestens, wenn mehrere Menschen gleichzeitig Rhythmisches zum Besten geben.
Um das gemeinsamen Musizieren zu erleichtern, wurden mit Takt und Zählzeit ein rechnerischer, durch das Metrum (- sprich: jetzt wird ein Betonungsmuster über das bloße Impulsraster gelegt-) ein erster musikalischer Bezugsrahmen geschaffen.
Der “richtige musikalische Zeitpunkt” bzw. “gutes Timing” ensteht meiner Meinung nach durch einen bewusst “hinterlegten” Shuffle-Grad (Subdivisions) und durch konstante und/oder selbstbewusste Phrasierung (Lautstärke, Rhythmik, Artikulation, Pausensetzung).
Zum Weiterlesen empfehle ich Peter Erskine’s Buch “Time Awareness” und meine Blog-Kategorie Clicktrack.
>>A while ago an experiment was carried out where a snare drum was recorded and the recording played back through a PA system. The sound of both the drum itself and the PA were fed to an audio analyzer. Apparently, to reproduce the sound of the drum accurately and maintain the transient (the initial strike) properly, it took 1000 watts of amplifier power.<<