Tischtuchklammer

September 7, 2008 by oli

So ne leicht spießige Tischtuchklammer (4 Stück/99 Cent) lässt sich äußerst zeitgemäß zweckentfremden. So dient sie auf meinem Arbeitstisch als perfekte Warteschleife für sämtliche USB-und Fire-Wire-Kabel. Seitdem muss ich nicht mehr auf dem Boden herumkriechen und das passende Leitungsende finden, wenn ich meinen Drucker oder MIDI-Controller anschliessen möchte.

Hip-Hop-Glöckchen

September 5, 2008 by oli

Heute ein 1A Gastbeitrag von Christoph Scherer für die Rubrik “Präparieren deines akustischen Schlagzeugs”.

>>Eigentlich ein ganz einfaches Teil (ich glaube ursprünglich aus Indien), das jeder kennt.
Meines hab ich beim Ulmer Weihnachtsmarkt gekauft. Gibt’s aber auch in Welt-Läden
Bei Bedarf häng ich’s kurz zwischen Standtom und Snare an die Spannschrauben.
Mit dem Stock gespielt kann man so “Glöckchenbeats” imitieren, wie man
sie manchmal in programmierter Form findet.<<

Hier noch ein ein kurzes Demonstrationsvideo und dann: ab nach Indien.

EigenArt

September 5, 2008 by oli

Ich habe festgestellt, dass ich mir Inhalte besser merken kann, wenn ich sie mit einer ungewöhnlichen Überschrift verbinde. Meist wird ein erfundenes Neu-Wort zum künftigen Assoziationsanker. Einige davon kennst du ja schon: DiscJamming, Merkierung, bewegliches Playback, Echodrums

Diesbezüglich ist mir gestern im Interview das “Luftmastern” meiner Organic Electro Beats Scheibe eingefallen:
Um die verschiedenen Einzelsegmente (digitale & analoge E-Drums, akustische Becken, Effektspuren) zu verschmelzen hat mein Freund Uwe einfach im Studio eine PA und vier Meter davor ein Mikrofonpärchen aufgestellt, Türen abgeschlossen, Lautstärkeregler nach rechts gedreht und den kompletten Mix durchlaufen lassen.
Das aufgenommene Ergebnis besticht durch clubbig-luftige Kompression, das Rätseln der Fachwelt hat ein Ende, nur der Duden-Komission steht nach Arbeit bevor…

Kulturmatriarchat

September 5, 2008 by oli

Warum “Filme, Bücher, Platten” von den 3 Ks “Kochen, Kunst, Klamotten”  abgelöst werden wird, erklärt dir mein Lieblings-Kultur-Redakteur.

OK: dann werde ich in meiner Überschrift das B streichen, und fortan Kochrezepte im neuen Blog veröffentlichen…

Den Sommer verlängern

September 4, 2008 by oli

naja, zumindest das Sommer-Gefühl…
zum Beispiel mit meinem Lieblings-Industrie-Eis, dem NatureICE Cioccolato aus’m Alnatura.

Das andere Laptop

September 1, 2008 by oli

Letzten Samstag habe ich mir “Ben’s Jam” auf dem Museumsuferfest angeschaut und dabei wieder ein schickes Präparations-Teilchen entdeckt, den Laptop von Rhythm Tech. Benno Sattler hat das eigentlich als Übungspad gedachte 13 Zoll Fell (mit Rahmen und Snareteppich) ab und an auf sein Standtom gelegt, dieses dadurch zur zweiten Snare umfunktioniert.

Der Laptop klingt (ähnlich wie die TSS-Pads* von Remo) nach gegatetem Snare-Sample.

* dazu noch eine kleine Jojo Mayer Video-Demonstration (vom MD-Festival 2005)

75minüter

September 1, 2008 by oli

Tobias Rapp’s Achse des Blogs empfielt drei tolle Electronica-Podcast-Webeadressen:

resident advisor, little white earbuds, infinite state machine

…eiiinige Umsonst-Compilations zur Inspiration.

Titel?

August 25, 2008 by oli

Im Winter 1984 habe ich mir zum ersten Mal ein drums&percussion Heft gekauft. Seit damals dann fast jede Ausgabe in der Hand gehabt. Und heute, 24 Jahre später, darf ich mich nun selber mal auf dem Titelblatt angucken. Mensch, toll! Und dann noch zusammen mit Herwig Mitteregger…PIUouu!

Außer dem eichen-umrahmten Nostalgie-Motiv möchte ich nun aber dem Gesagten noch ein paar konkrete Links nachtragen:
- 3x aussergewöhnliche Rhythmusmacher: Glenn Kotche, David Haynes, Duracell (& die Anderen)
- 3x Lese-Tipps: +/- Acht, De:Bug, Simplicity (mehr zum Lesen hier: 1, 2)
- 5x Umsonst-PDFs mit vielen Ideen
- 8x Einzelschnippsel im Mix zur Transkriptions-Seite 204:

Hier im Blog kannst du jedenfalls viele der angesprochenen Themen vertiefen, zur optimalen Orientierung helfen die Navigationsleiste (Seiten, Kategorien) und die Suchfunktion (Diese Seite durchsuchen, oben rechts). Bei Fragen kannst du nen Kommentar verfassen oder mir eine Email schreiben. Ich freue mich echt immer über Feedback!

Schließlich noch die im Interview angekündigte Postkarte mit den Hosentaschenkonzepten. Sie heißt bei mir Fell-Tattoo-Postkarte, da auf ihr meine Fell-Aufdrucke (von Snare und Standtom) zusammengefasst sind. Die rote Sprechblase gibt das Startsignal und los geht’s mit den Experimenten:

Ich würde gerne gaaaanz viel dazu erzählen, dabei gibt’s doch ordentlich viel Text auf dem A6 Format. Also lasse ich die Kreise und das Sägeblatt für sich sprechen und beschränke ich mich auf eine Symbolklärung der Snare-Landkarte:

- Das Dreieck markiert den Norden, bzw. die “12 Uhr” Position deiner Snare. Eine gute Orientierungshilfe für diverse Stimmtricks, und zudem Eselsbrücke zur optimalen Aufstellung der Trommel.
- Das AC/DC Symbol steht für die Anbindung in die Welt des elektrischen Stroms. Hier gibt es Platz für einen Trigger.
- In dem Bereich wird der SIDESTICK gespielt. Für einen statischen & programmierten Sound ist es wichtig, immer dieselbe Stelle des Rims zu treffen.
- Am Rim kannst du mit Gaffer Tape ein kleines Geldstück ($) befestigen, das dann bei jedem Trommelschlag dezent mitraschelt.
- Beim THIN RIM schlägt der rechte Stock direkt auf den Schlagreifen, entweder um einen klickigen, dünnen Sound zu erzielen, oder für handgemachte Claps (durch einen Vorschlag zusammen mit dem Sidestick).
- NOISE. Ein wahrnehmbares Rauschen entsteht bei loser Teppichspannung.
- LATIN deutet auf die Interpretations-Möglichkeiten ohne Snare Teppich hin: spiel die Trommel wie eine Timbale oder wie eine Conga (mit Filzschlägel oder Hand)
- 808. Der Klang eines Roland TR-808 Tom lässt sich ebenfalls ohne Teppich imitieren.
- In der HI PITCH Zone erklingt ein hoher, alternativer Snare Sound. Du erzeugst hier deutlich mehr Obertöne als in der Fellmitte. Sozusagen: deine “zweite Snare”.
- DISCO-T steht für Disco-Tool oder Disco-Towel: ein am Spannreifen befestigtes Geschirrtuch. Diese Auflage wird bei Bedarf hochgeholt, auf die Snare gelegt und du bekommst einen fetten, dumpfen Disco Sound.
- Das DRUMBAL ist ein 8″ (oder 10″) großes Becken mit Haltegriff. Es wird am geschicktesten auf den eingezeichneten “Parkplatz” gelegt. Damit lassen sich verschieden elektronische Klänge nachbilden, von der E-Snare über Rauschen, bis hin zum Handclap.
- Ein Plastikschlauch wird in das Ventil (=Luftloch) der Trommel gesteckt. Bläst du damit nun Luft in den Kessel verändert sich die Tonhöhe. Sie wird höher. Der Pitch-Bend, äh Breath-Controller für Drummer!
- Beim RIMSHOT werden Rim und Fell gleichzeitig getroffen.
Der laute und knallige Sound wird gerne für Akzente gewählt.
- Im Herzen der Trommel, der Fellmitte, ensteht ein satter und ausgewogener Ton.
(Den Text habe ich übrigens der inneren “e-beats Beats am Drumset” Umschlagseite entliehen)

nanoPAD

August 24, 2008 by oli

Das Korg nanoPAD hat meine Aufmerksamkeit erregt. Es scheint ein Midi-Tool zu sein, das gut zu meinen minimalistischen Equipment-Konstrukten passen könnte… Vier Argumente für ein potentielles Setup “Laptop/nanoPad/Akustik-Schlagzeug” oder für neue Inspiration beim Basteln:

ganz vorne: die Chord-Memory (hier: Hold) Funktion, eine simple wie harmonisch befreiende Möglichkeit, einen Intervall-Turm mit nur einem Finger auf der Tastatur zu verschieben. Ist fast schon ein Korg-Klassiker (siehe Mono/Poly, PolySix, Poly61, Poly800…) und neben dem Arpeggiator die zweite eindrucksvolle Krücke für jeden Nicht-Klavierspieler.
Das könnte also für die Umsetzung heissen: nen phatten einhändigen Beat etablieren und mit der linken Hand housige Akkorde drücken.

Oder. Das nanoPad wird als Fill-Generator verwendet, indem ein Sample, Loop oder Klang mit der Roll oder Flam Taste (- wie schön: zwei Nostalgie-Funktionen aus frühen Drumcomputer Ära -) oder der ChaosPad-Reminiszenz, dem X/Y-Pad, verbogen wird.

Ab Oktober soll es testbereit sein. Bis dahin höre ich mal in Ian Pooley’s “Chord Memory” aus dem Jahre 1996 rein.

Wabern, Waben und Wappen

August 23, 2008 by oli

Drei Ausgeh-Tipps:

Berlin, heute ab 16h, auf zum Krautok-Happening, 10 Euro für 24 Stunden elektronische Live-Musik.

PPC Music in Hannover macht ein Sommerfest und veranstaltet am 29.8. eine Drum Night mit Sibi Siebert als Special Guest am Simmons SDS-V.
“Piuuu! Piuuu! Aua, Gelenkschmerzen…”
Zur mentalen Vorbereitung empfehle ich dringend noch einen Gang durch’s Simmons-Museum.

Und am 7. September eröffnet Dirk Erchinger seine DrumTrainer Schule in Berlin. Ob’s bei der Einstands-Party wohl das lässige Enblem als Aufnäher gibt? Also: hingehen und nachfragen. Und tolle Trommler anhören, Felix Lehrmann, Markus “Onkel” Lingner, Drum Connection & natürlich: Dirk.