Hier mein (von Kritzeleien befreites, dennoch immer noch ganz schön unaufgeräumtes) Leadsheet zu Blumentopf’s “Hunger” Rap. Ich hatte mir zuvor den programmierten Eintakter samt schicker Löcher und Crashes vom Demo runtergeschrieben.
Die orchestrale Live-Version kannst du dir hier anschauen/hören (Video: BLUMENTOPF Manfred Mustermann / Hunger ab ‘9.39)
(1) >>Pop kann eine klassenlose Gesellschaft sein, wie die Freitagnacht im Berghain zeigte. Als Highlight in einem geschmackvollen Line-up waren der US-Produzent Flying Lotus und DJ Ralf Köster aus dem Hamburger Pudelclub angekündigt. Aber es kamen nicht nur die 800 Hipster, die sich für elektronische Spezialistenmusik interessieren. Das Berghain hat so viel Strahlkraft, dass es Sekretärinnen in deckungsgleichen Tops, exaltierte polnische Raverinnen, Billigflugtouristen und Mitglieder von The Notwist als Gäste aufnehmen kann, ohne seinen Nimbus als bester Club der Welt einzubüßen. Der Ruf des Berghain kommt ja nicht von ungefähr: Künstler treten auch zum angekündigten Zeitpunkt auf und führen ihre Musik in einer einzigartigen Klangkulisse vor.<<
(2) >>Gegen vier Uhr früh beginnt der ausgeschlafene Flying Lotus ein Live-Set mit Tracks seines zweiten Albums “Los Angeles”. Es ist ein Musterbeispiel dafür, wie Ellison mit seinen programmierten Beats die körperliche Präsenz der Drums nachahmt, gleichzeitig um komplizierte Strukturen erweitert und durch Breaks und Sampleeinsatz geschmeidig macht. Die Menge liegt Flying Lotus sofort zu Füßen.<<
Stop-Motion aus 4085 Einzelfotos von handgesägt und -bemaltem Holzspielzeug. Hut ab, Rogier van der Zwaag.
Nicht nachvollziehbar finde ich folgenden Nerdcore Kommentar dazu. Mit zwei, drei Korrekturen jedoch, liegt er voll auf meiner Wellenlänge:
>>dass handwerklich begabte nerds mit real-life-objects das digitale audiopixelversum nachbilden finde ich besorgniserregend. erst kopiert digital analog und jetzt gehts andersrum. schlussfahrt auf dem möbius’schem band.<<